Mob

„Spring doch“

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Was muss das für ein unfassbares Bild gewesen sein.
Ein junger, verzweifelter Mensch, dem gerade die Flucht aus Somalia und damit vor Bürgerkrieg und Elend gelang, die Flucht vor Islamisten und al-Shabaab-Miliz der so viel durchgestanden hat und nun dennoch an seiner Vergangenheit zu zerbrechen drohte, schickt sich an, sich in den Tod zu stürzen.
Er ist gerade 15 oder 17 Jahre alt (Die Angaben variieren), noch ein halbes Kind und die natürliche Reaktion eines emotional gesunden Menschen bestünde darin, Angst um sein Leben zu haben, ihn abbringen zu wollen. Vielleicht denkt ein normaler Mensch in so einem Moment an seine eigenen Kinder daheim, die dieses Alter bereits hinter sich haben und schon an den alltäglichen Krisen der Pubertät fast gescheitert wären. Oder an die Kinder daheim, die noch jünger sind, aber schon in wenigen Jahren im selben Alter wären. Vielleicht denkt man aber auch an die eigene Jugend zurück, erinnert sich daran, um wie vieles größer jedes kleine Unglück schien und wie desolat die emotionale Lage dann bei jemandem sein muss, der nicht nur kleine Zurückweisungen erlebt oder bloß nicht das gewünschte Weihnachtsgeschenk erhalten, sondern Mord und Verfolgung erlebt hat, das eigene Leben aufs Spiel gesetzt hat, nur um einen Ort zu finden, der ihm Frieden und Ruhe bringen möge. Weiterlesen

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